Absolut voll auf der Höhe
... in Lima war es Sommer, hier in La Oroya, nur 180 Straßenkilometer und genau 3750 Höhenmeter entfernt, ist es Winter. Gefühlte minus 3 Grad. Im Bett etwas wärmer. Etwas. Heizungen sind hier gänzlich unbekannt. Daher war die Nacht kurz, das Frühstück übersichtlich, der Kaffee von Nestle.
Vor der Pressekonferenz blieb noch eine Stunde. Wir baten unseren Fahrer, uns die Stadt zu zeigen. 50.000 Einwohner, eine Straße, in der Mitte "The Company". Uncle Sam hat hier in eine gigantische Erzschmelze investiert. Diese läßt die Indios in den Minen nach Gold, Silber, Blei und Selen buddeln und gießt die Früchte des Berges in Barren. Der Grad der Umweltverschmutzung läßt sich dabei nur mit russischen Maßstäben messen. Der Profit kommt den verarmten und verschuldeten Nordamerikanern zu Gute. Also, einigen von ihnen.
Pressekonferenz. Sehr viele Leute, sehr viele Fotos, wenig Fragen. Die Leute sind total aufgeregt. Wir sind die erste nicht-amerikanische Band, die den Weg hier herauf gefunden hat. Der erste Elektro-Konvoi, der durchgekommen ist - und der erste, der es versucht hat.
Danach gehts gleich zur Venue. Gestiftet von "The Company". Penibel überwachen wir das Entladen und den Aufbau von PA, Licht und Backline, aber unsere Crew kommt aus Lima und versteht ihr Handwerk. Beim Soundcheck fällt der Strom trotzdem zweimal komplett aus. Niemand wundert sich. Wir passen uns der lokalen Mentalität an. Zu mehr reicht für uns auch der Sauerstoff nicht.
Abendessen, relaxen (bei gefühlten minus 3 Grad) - und dann ins Krankenhaus, gestiftet von "The Company". 10 Minuten Sauerstoffdusche für alle. Das muss reichen.
Wieder mit dem Van zur Venue. Schon von draußen hören wir die Leute: "Me-Lo-Tron! - Me-Lo-Tron!" Unglaublich! Etwa 800 Fans warten, alle in bewährtem "Elektro-Schwarz", ungeduldig auf unseren Auftritt. Einmal tief dünne Luft holen und rauf auf die Bühne. Ein unglaublicher Empfang! Die Leute sind lauter als die Verstärker. Der Mixer versucht das Letzte aus der PA rauszuholen. Totaler Stromausfall. Die Leute singen weiter. Auf deutsch: "Doch das Herz braucht mehr!" Der Anfang eines ungewöhnlichen, eines unglaublichen Konzertes. Uns geht schnell die Luft aus, aber diese Leute peitschen uns hoch. Zum schwindelig werden - und noch ein bißchen mehr. Nach 3 Zugaben sind wir total erschöpft. Und glücklich. Es hat sich gelohnt - und noch ein bißchen mehr.
Muchisimas gracias La Oroya. Es war uns allen ein unvergleichliches Fest. Scheiß auf die Company. La Oroya hat gerockt!
Vor der Pressekonferenz blieb noch eine Stunde. Wir baten unseren Fahrer, uns die Stadt zu zeigen. 50.000 Einwohner, eine Straße, in der Mitte "The Company". Uncle Sam hat hier in eine gigantische Erzschmelze investiert. Diese läßt die Indios in den Minen nach Gold, Silber, Blei und Selen buddeln und gießt die Früchte des Berges in Barren. Der Grad der Umweltverschmutzung läßt sich dabei nur mit russischen Maßstäben messen. Der Profit kommt den verarmten und verschuldeten Nordamerikanern zu Gute. Also, einigen von ihnen.
Pressekonferenz. Sehr viele Leute, sehr viele Fotos, wenig Fragen. Die Leute sind total aufgeregt. Wir sind die erste nicht-amerikanische Band, die den Weg hier herauf gefunden hat. Der erste Elektro-Konvoi, der durchgekommen ist - und der erste, der es versucht hat.
Danach gehts gleich zur Venue. Gestiftet von "The Company". Penibel überwachen wir das Entladen und den Aufbau von PA, Licht und Backline, aber unsere Crew kommt aus Lima und versteht ihr Handwerk. Beim Soundcheck fällt der Strom trotzdem zweimal komplett aus. Niemand wundert sich. Wir passen uns der lokalen Mentalität an. Zu mehr reicht für uns auch der Sauerstoff nicht.
Abendessen, relaxen (bei gefühlten minus 3 Grad) - und dann ins Krankenhaus, gestiftet von "The Company". 10 Minuten Sauerstoffdusche für alle. Das muss reichen.
Wieder mit dem Van zur Venue. Schon von draußen hören wir die Leute: "Me-Lo-Tron! - Me-Lo-Tron!" Unglaublich! Etwa 800 Fans warten, alle in bewährtem "Elektro-Schwarz", ungeduldig auf unseren Auftritt. Einmal tief dünne Luft holen und rauf auf die Bühne. Ein unglaublicher Empfang! Die Leute sind lauter als die Verstärker. Der Mixer versucht das Letzte aus der PA rauszuholen. Totaler Stromausfall. Die Leute singen weiter. Auf deutsch: "Doch das Herz braucht mehr!" Der Anfang eines ungewöhnlichen, eines unglaublichen Konzertes. Uns geht schnell die Luft aus, aber diese Leute peitschen uns hoch. Zum schwindelig werden - und noch ein bißchen mehr. Nach 3 Zugaben sind wir total erschöpft. Und glücklich. Es hat sich gelohnt - und noch ein bißchen mehr.
Muchisimas gracias La Oroya. Es war uns allen ein unvergleichliches Fest. Scheiß auf die Company. La Oroya hat gerockt!
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